Statement DGB Hochschulreport – Viehoff: DGB- Studie legt schlechte Arbeitsbedingungen an Niedersachsens Hochschulen offen

Der DGB hat am Dienstag seinen Hochschulreport für Niedersachsen vorgestellt. Aus Sicht der Grünen im Landtag legt der Bericht den großen Nachholbedarf bei den Arbeitsbedingungen an Niedersachsens Hochschulen offen. Die Grünen fordern deshalb die Landesregierung auf, sich anstelle der Sparmaßnahmen um bessere Bedingungen für alle Beschäftigten an den Hochschulen des Landes zu kümmern und dies im geplanten neuen Landes-Hochschulgesetz entsprechend zu verankern.

Eva Viehoff, Sprecherin für Wissenschaft, Kultur und Arbeitsmarktpolitik:

Der DGB Hochschulreport Niedersachsen zeigt, dass Niedersachsen in Bezug auf den Arbeitsplatz Hochschule erheblichen Nachholbedarf hat. Wenn in Niedersachsen die Arbeitsqualität, das Einkommen und die Beschäftigungssicherheit unter den Beschäftigten an Hochschulen als schlecht bis mittelmäßig beurteilt wird besteht Handlungsbedarf. Dass 88 Prozent aller Verträge von wissenschaftlichen Mitarbeitenden befristet sind, ist inakzeptabel. Das konterkariert alle Bestrebungen, den Lehr- und Wissenschaftsstandort Niedersachsen zu stärken.

Wenn der Minister den Hochschulpakt „Studium und Lehre“ ernst nehmen würde, müsste er endlich mehr Entfristungen im wissenschaftlichen Mittelbau ermöglichen. Die SPD/CDU-Landesregierung und ihr Wissenschaftsminister machen es sich zu einfach: Sie sollten sich weniger mit Sparauflagen und Genie-Klauseln beschäftigen, sondern die niedersächsischen Hochschulen so ausstatten, dass sie für alle Qualifikationsstufen attraktive Arbeitgeberinnen sind. Das geplante neue Niedersächsische Hochschulgesetz, das unbedingt noch vor der nächsten Landtagswahl kommen muss, bietet eine hervorragende Möglichkeit mehr für bessere Arbeitsbedingungen an den Hochschulen zu tun.

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