Statement – Coca-Cola verzichtet auf dritten Brunnen in Lüneburg – Grüne: Großer Erfolg für den Schutz des Wassers

Presseberichten zufolge verzichtet das Unternehmen Coca-Cola auf die Bohrung eines dritten Brunnens im Landkreis Lüneburg. Nach den ursprünglichen Plänen sollte zum Abfüllen von Mineralwasser die Förderung von Grundwasser ausgeweitet werden, seit 2020 lief ein Pumpversuch.

Die geplante Ausweitung der Förderung hatte großen Protest u.a. einer Bürgerinitiative und der Grünen hervorgerufen, die eine drohende Übernutzung der Trinkwasserressourcen kritisierten. Auf Initiative der Grünen trug die Bürgerinitiative „Unser Wasser“ ihre Forderungen anlässlich der Neufassung des Landeswassergesetzes auch im Landtag vor.

Dazu sagt Imke Byl, umwelt- und klimapolitische Sprecherin:

Das ist ein großer Erfolg für den Schutz des Wassers. Der breite Protest hat verhindert, dass ein einzelnes Unternehmen über Jahrzehnte die Nutzungsrechte für übergroße Teile des Grundwassers erhält. Im Sinne der Klimavorsorge ist das ein wichtiger Beitrag, den Nutzungsdruck auf das Gemeingut Wasser zu mindern. Das lange Tauziehen um den dritten Brunnen in Lüneburg belegt, wie sich in Folge des Klimawandels Nutzungskonflikte ums Wasser verschärfen.

Trinkwasser ist ein begrenztes Gut, deshalb muss das Wassermanagement landesweit nachhaltig ausgerichtet werden. Mit einem Klimapuffer, der mögliche Extremwetterereignisse berücksichtigt, wollen wir die Entnahme von Trinkwasser auf ein nachhaltiges Maß begrenzen. Kommunale Genehmigungsbehörden brauchen mehr Spielräume im Genehmigungsverfahren, um Wasservorkommen für künftige Entwicklungen vorzuhalten. Kostbares Trinkwasser verdient zudem einen fairen Preis, damit es sinnvoll und sparsam eingesetzt wird. Die Pläne von Coca-Cola, Wasser in Plastikflaschen abzufüllen und durch die Lande zu karren, waren genau das Gegenteil.

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