Nährstoffbericht – Staudte: Positive Tendenzen dürfen Phosphat-Problematik nicht vergessen lassen

Heute (16. März 2022) wurde der Bericht über den Nährstoffeinsatz in der Niedersächsischen Landwirtschaft vorgestellt. Hierzu erklärt Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin:

Wir begrüßen es natürlich, dass der Einsatz von mineralischem Stickstoffdünger gesunken ist. Alleiniger Beweis für eine wirksame Agrarpolitik ist das allerdings noch nicht. Der Rückgang dürfte vor allem mit den rasant angestiegenen Preisen für den energetisch aufwändig produzierten Mineraldünger zusammenhängen.  

Die Zahlen zeigen auch, dass sich insbesondere beim Phosphateintrag viel zu wenig getan hat. Ein Überangebot an Phosphat schädigt den Boden, verursacht eine Überdüngung der Oberflächengewässer und ist zudem noch eine Verschwendung des endlichen und wichtigen Rohstoffs Phosphor.

Leicht positive Tendenzen dürfen nicht vergessen machen, dass die niedersächsischen Grundwasserwerte immer noch so schlecht sind, dass EU-Strafzahlungen drohen. Aktuellen Forderungen nach einer verstärkten Düngung, um wegen des Ukraine-Kriegs mehr zu produzieren, erteilen wir Grünen deshalb eine klare Absage.

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