Hitze und Dürre in Niedersachsen – Grüne: Nur die leeren Versprechungen versiegen nicht

Angesichts der langanhaltenden Trockenheit und der zu Tage tretenden Probleme an und in niedersächsischen Flüssen erneuern die Grünen ihre Forderung nach einem nachhaltigen und umfassenden Gewässermanagement. Die Probleme sind seit langem bekannt, aber die Landesregierung ist in den letzten Jahren nicht über Ankündigungen hinaus gekommen. Erst im Oktober letzten Jahres hat die Regierungsmehrheit einen entsprechenden Antrag der Grünen zurückgewiesen kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und naturschutzpolitische Sprecher, Christian Meyer.

„Die Dürre hält an, die Grundwasserspiegel in Niedersachsen sinken. Nur die leeren Versprechungen von Umweltminister Olaf Lies versiegen nicht. Nach vier Jahren Runden Tischen hat die Landesregierung mit dem Wasserversorgungskonzept einen Haufen Papier produziert und den Ernst der Lager korrekt beschrieben. Doch trotz der Dürrejahre 2018, 2019, 2020 und 2022 haben SPD und CDU bis heute keine wirksame Vorsorge für Trockenzeiten ergriffen und sogar die Grundwasserentnahmemengen für die Landwirtschaft erhöht hat.

Eine klimafestes Wassermanagement ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für Niedersachsen, die die Große Koalition seit Jahren verschleppt. Wir brauchen in der Fläche konkrete Maßnahmen, um Wasser zu sparen, die Grundwasserneubildung zu stärken und den natürlichen Wasserrückhalt zu verbessern. Die Ideen und möglichen Maßnahmen sind da, es hapert an der Umsetzung. Hier müssen Land und Bund die Kommunen besser unterstützen, regionale Wassermanagementkonzept zu entwickeln, u.a. um Moore als natürliche Wasserspeicher zu renaturieren, betonierte Flächen zu entsiegeln und Regenwasser zu nutzen. Außerdem sollten wassersparende Beregnungstechniken, Regenrückhaltebecken und das Halten von Wasser in der Fläche gefördert werden.

Der Klimawandel verschärft Konflikte um das Wasser. Trockenzeiten häufen sich, Gewässer fallen trocken, die Grundwasserspiegel sinken und die Wälder leiden unter Dürreschäden. Wasser wird zeitweise zu einem knappen Gut, das sorgsam zu bewirtschaften ist, damit auch in Zukunft sauberes Wasser für alle zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist Vorsorge für den Fall zu treffen, dass in kurzer Zeit sehr viel Wasser kommt, da der Klimawandel auch das Risiko von Starkregen erhöht. Niedersachsen braucht daher ein zentrales Wassermanagement!“

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