Grüne: Verzicht auf Windenergieflächen rechtlich nicht begründbar

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„Es ist nicht nachvollziehbar, dass drei Potenzialflächen für Windenergie zwischen Stade und Fredenbeck sowie bei Hammah-Stade und Hammah-Stade-Drochtersen im Entwurf des Regionalen Raumordnungsplans abgelehnt werden, obwohl sie in der raumordnerischen Prüfung als geeignet eingestufte sind“, schreibt Karin Aval, Mitglied in der Grünen Kreistagsfraktion, an Landrat Seefried (CDU).  

Die genannten Argumente für die Nichteignung der Flächen, dass es keine Bauleitplanung gibt, die Nähe zu Wiepenkathen kritisch gesehen wird, die besondere Entwicklungsaufgabe Tourismus für den Standort Stade dem entgegen steht sowie eventuell negative Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes auf benachbarte hochwertige Landschaftsräume entstehen könnten, sind nach Ansicht der Grünen Kreistagsfraktion rechtlich nicht zu begründen.
Karin Aval hat deshalb im Namen ihrer Fraktion für die Beratungen im Fachausschuss, Kreisausschuss und Kreistag einen Antrag gestellt, damit diese drei Flächen im Regionalen Raumordnungsplan als geeignete Vorranggebiete für Windenergie festgelegt werden, wie es die raumordnerischen Prüfung ergeben hat.

„Wir alle sind aufgefordert zügig Flächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien auszuweisen, um das Ziel der Klimaneutralität und auch den Abbau von Energieabhängigkeiten erreichen zu können“, betont Karin Aval auch mit Blick auf die Energiewende. Für den Landkreis Stade bedeute dies eine Steigerung der Flächen für Windenergie von derzeit ca. 1,4 % auf mindestens 2,1 %, rechnet die Staderin vor. „Es muss alles getan werden, um den kommunalen Planungen Wege zu eröffnen und nicht zu blockieren“, so ihre Aufforderung. Die Grüne Kreistagsfraktion fordert eine gegenteilige Festlegung: „Die Flächen müssen als geeignete Potenzialflächen für die Windenergieerzeugung festgelegt werden“.

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