Ein Nahverkehr, der alle abholt

Wir wollen auch im ländlichen Raum nachhaltig mobil leben können. Umweltschonende und klimafreundliche Mobilität sichert unsere Lebensgrundlage und macht Kehdingen auch in Zukunft weiterhin lebenswert. Das kann nur durch eine Mischung verschiedener Maßnahmen gelingen.

Neben Verkehrsvermeidung durch Erhalt lokaler Versorgungs- und Arbeitsmöglichkeiten steht an erster Stelle der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit einer besseren und bezahlbaren Anbindung. Auch aus z.B. Oederquart, Hüll, Krautsand müssen regelmäßige Verkehre zu den nächstgelegenen Bahnhöfen möglich sein. Genauso wie zu den Bahnhöfen wie zum Beispiel Hemmoor, Wingst und Cadenberge im Landkreis Cuxhaven.

Eine weitere Möglichkeit für den öffentlichen Nahverkehrs besteht z.B. in Oldendorf-Himmelpforten mit dem Bürgerbus. Er fährt die Strecken abseits der hvv-Routen, ist allerdings auf ehrenamtliches Engagement angewiesen.

Menschen ohne (jederzeit) eigenes Fahrzeug freuen sich andernorts über Mitfahrbänke. Dort abgeholt erspart z.B. langes Warten auf den nächsten Bus.

Anstatt viel Geld in den Neubau von Straßen wie die A 20 zu stecken, sollen die vorhandenen Strassen und Radwege saniert werden.

Es sollten mehr Fußgängerüberwege und Radwege in den Orten angelegt werden. Das motiviert mehr Bürger zum Radfahren und erhöht die Verkehrssicherheit für Fußgänger.

Geschwindigkeitsanzeiger an den Ortseinfahrten unterstützen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Sie sollten an allen maßgeblichen Ortseingängen zur Temporeduzierung anhalten: ROT für über 50hkm, GRÜN für OK.

Der Elberadweg, einer der beliebtesten Radwege Deutschlands, durchquert Kehdingen von Nord nach Süd. Aber bei Wischhafen wird er durch die Süderelbe unterbrochen und es muss auf die stark befahrene Stader Straße ausgewichen werden. Nur im Sommer zu sehr beschränkten Zeiten an Wochenenden und Feiertagen ist die Süderelbe passierbar. Dadurch wird der touristische und regionale Verkehr auf dem Elberadweg unnötig behindert. Hier sollte von allen Seiten mit Herzblut eine Lösung für eine bessere Querung gesucht werden.

In einigen Kommunen im Landkreis stehen kostenlos Lastenräder zur Ausleihe zur Verfügung, z.B. in Drochtersen. Das wünschen wir uns auch für Nordkehdingen.

E-Carsharing mit einem „Dorfstromer“ ist eine tolle Sache. Wir wollen erreichen, dass das Konzept aus dem Alten Land, Horneburg und Drochtersen auch in Nordkehdingen umgesetzt wird.

Apropos E-Mobilität. Es wird Zeit, dass in jeder Kommune mindestens eine öffentliche E-Ladestation eingerichtet wird.

Die Fährverbindung Glückstadt-Wischhafen sehen wir als wichtigen Bestandteil des Verkehrnetzes für Kehdingen mit bundesweiter Bedeutung. Sie muss erhalten und unterstützt werden. Die Reederei FRS hat ein sehr interessantes und unterstützenswertes Zukunftskonzept für die Elbquerung erstellt!

Dort steht aber auch klar:“ …, da aus dem Bau der A20 die Stilllegung der FRS Elbfähre resultiert“. Das können wir in Kehdingen nicht wollen!